ARMIN HARTENSTEIN

EISENHÜTTENSTADTRAUM


  • 01_fra in den stadtraum leuchtend Kopie
  • 01d_laden nur ah
  • 01b_Laden Strasse der Republik 41_DSF0259 Kopie
  • 01c_Laden Republik 41 gegenschuss_DSF0219 Kopie
  • web_Raumansicht ZUKUNFT Laden SdRep_DSF0130korr
  • 01e Laden_DSF0153 Kopie
  • 02a_zuku in der wochenkrippe Kopie
  • 02b_raum 1 Kopie
  • 03_hügel Kopie
  • 04_sphäre ganz 1 Kopie
  • 05_Stadt in der Sphäre Kopie
  • 06_raum 2 Kopie
  • 07_zeichnungen Kopie
  • 07_stadt im kobbelner stein 1
  • 09_kinder auf stein


In einem leerstehenden Laden auf der Straße der Republik entsteht zwischen zwei Bildwänden, die nach aussen weisen, ein Innenraum. Der Betrachter sieht auf die Rück- oder Innenseite von zwei Bildwänden. Sie sind aus einem durchscheinenden Material (ZUCAN :UV-Epoxydharz, Glasseide, Kunstharzdispersion, Glasfüllstoffen und Zucker).

Die von der Straße zu sehende Bildwand zeigt das Bild _FRA 2020_ 205x265x5cm, Mischtechnik auf ZUCAN/Plexiglaskonstruktion/transluzente Malerei. Das Motiv bezieht sich direkt auf die Installation auf dem Stiftsplatz Neuzelle und auf ein Gemälde des Frührenaissancemalers Fra Angelico. Die andere Bildwand, dem Innenraum zugewandt, trägt ein auf dem gleichen Material gemaltes Schriftbild. Die Lettern weisen nach außen- die Schrift ist zwar deutlich erkennbar aber nur von hinten zu sehen und zu lesen:

UND DER ZUKUNFT ZUGEWANDT.

In einem zweiten Raum, den Armin Hartenstein in der ehemaligen Wochenkrippe als temporäres Atelier bezieht, geht er dort einem wahrgenommenen Spielraum nach: der Stadt selbst als besonderen imaginativem Raum.

Gerade in der besonderen Verfasstheit von Eisenhüttenstadt, und in der Ferne der Stadt  von Kunstbetrieb und Kunstmarkt, scheint das Entwickeln von Modellformen künstlerischer Arbeitsweisen frei und sinnvoll möglich. Der Kunstbetrieb läuft hier gleichsam „leer" - die Frage nach gesellschaftlicher Realität, Sinn, Authentizität und Ausrichtung von Kunst stellt sich in Eisenhüttenstadt (und Neuzelle) ganz anders.

Der Raum zwischen den beiden Bildwänden wird für die Dauer der Ausstellung in Verbindung mit dem Projekt von Niklas Nitschke auch zur Werkstatt. Das Projekt 'Geschichte einer Passion' schlägt die Übersetzung der Stadtgeschichte in die Form der Neuzeller Szenenbildfolge des 'Himmlischen Theaters' vor. Während auf einer Seite des Raumes über Geschichte und Bilder gesprochen wird und erste Vorstellungen, Modelle und Figurengruppen entstehen, werden sie auf der anderen Seite des Raumes zu einem ersten Beispiel zusammengeführt.